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Krankenhauskeime – können Reinigungsmittel aus Molke weiterhelfen?

Infektionen durch multiresistente Bakterien stellen eine wachsende Gesundheitsgefahr dar. Vor allem in Krankenhäusern kommt es zu Infektionen mit den gefährlichen Erregern. Wenn Antibiotika nicht mehr ansprechen, sinkt die Überlebensquote. Doch nicht nur multiresistente Bakterien stellen ein Risiko dar. Bakteriell verursachte Lungenentzündungen und andere schwere Infektionen können ebenfalls frisch operierte, ältere oder geschwächte Personen in Lebensgefahr bringen. Händeringend wird nach Möglichkeiten gesucht, die Krankenhaushygiene zu erhöhen. Hier wollen wir die Ursachen für Infektionen im Krankenhaus näher beleuchten und mögliche Lösungen vorstellen.

Krankenhauskeime – wie stark sind die Deutschen betroffen?

Jährlich sterben 40.000 Patienten in deutschen Krankenhäusern an einer unerwünschten Bakterieninfektion. Damit liegt die Sterblichkeit durch Krankenhauskeime bald höher als die von Krebspatienten. Leider sterben dabei auch Menschen, die ursprünglich keine schwere Erkrankung hatten – beispielsweise Mütter nach einer Kaiserschnitt-Operation. Pro Jahr infizieren sich 800.000 Menschen mit Krankenhauskeimen. Das ist in einem hochmodernen Industriestaat nicht hinnehmbar.

Positives Gegenbeispiel Niederlande

Dass eine Infektion mit gefährlichen Krankenhauskeimen kein unvermeidbares Übel ist, zeigt der Blick in ein Nachbarland. Nur 3 Prozent aller Erreger in niederländischen Kliniken stellen eine schwere Gesundheitsgefahr dar. In deutschen Krankenhäusern liegt diese Quote bei unfassbar hohen 50 Prozent. Wie lässt sich dieser Umstand erklären? Ein erheblicher Unterschied zwischen dem deutschen und niederländischen Krankenhaussystem findet sich direkt bei der Erstaufnahme von Patienten. Während in Deutschland jeder Erkrankte sofort in einem Stationszimmer untergebracht wird, müssen Patienten in den Niederlanden zunächst zwei Tage auf einer isolierten Station verbringen. Dort werden sie sorgfältig auf bakterielle Infektionen untersucht. Es soll strikt ausgeschlossen werden, dass sie multiresistente Keime auf andere Patienten übertragen.

Übertragungswege von Mensch zu Mensch

Der direkte menschliche Kontakt ist der Übertragungsweg Nummer Eins für Erreger – oft über Krankenschwestern oder Ärzte. Nicht nur die Hände, sondern auch Oberarme oder Bestandteile der Kleidung können die Erreger von Station zu Station transportieren. Händedesinfektion ist zwar vorgeschrieben, bietet aber in der Regel noch keinen verlässlichen Schutz. Man denke vor allem an Pfleger, die von Bett zu gehen und oft viel stärker mit Wäsche, Ausscheidungen oder Körper eines Erkrankten in Berührung kommen als Ärzte. Ihnen fehlt im deutschen Krankenhaussystem oft die Zeit, nach jedem betreuten Patienten eine Hygienemaßnahme vorzunehmen. Darüber hinaus teilen sich meistens mehrere Patienten ein Zimmer. Ihre gemeinsam genutzten Duschen und Toiletten sind Sammelbecken für Krankheitserreger. Dabei muss der menschliche Bakterienträger nicht einmal erkrankt sein, wenn dessen Immunsystem gut mit den Keimen fertig wird. Für frisch Operierte kann der Fall aber anders aussehen.

Hygiene im Krankenhaus

Ob Operationssaal oder Kathederwechsel – bei mangelnder Einhaltung aller Hygienevorschriften kann es unzählige Übertragungswege geben. Dabei werden Desinfektionsmittel durchaus umfassend in deutschen Krankenhäusern eingesetzt. Die gesamte Wäsche wird mit Desinfektions-Waschmittel gereinigt. Überall befinden sich Einrichtungen zur Händedesinfektion. Operationsinstrumente und Operationssäle werden mit unterschiedlichsten Methoden keimfrei gehalten. Woran es scheitert, ist oft die Konsequenz bei der Durchführung von Hygienemaßnahmen. Ursache ist fast immer der Zeitdruck. Das Personal hat zeitlich kaum ausreichende Gelegenheiten, alle Hygienevorschriften ordnungsgemäß einzuhalten. Im Stress werden bestimmte Notwendigkeiten manchmal schlicht vergessen. Geschulte Hygienetrainer überwachen zunehmend die Krankenhaushygiene und stellen fest: Der extrem enge Zeitplan aller Krankenhausangestellten erhöht die Fehlerquote.

Probleme bei Reinigungsarbeiten

Ein nicht zu unterschätzender Faktor sind die klassischen Putzarbeiten. Flure und Zimmer müssen regelmäßig gesäubert und Fußböden gewischt werden. Hier liegen die Risiken im Detail. Wer mit dem Wischmob einen Badezimmerboden reinigt, auf dem sich beispielsweise Colibakterien befinden, danach das Patientenzimmerdurchwischt und anschließend in das nächste Stationszimmer geht, kann mit dem Wischer die Erreger weit verbreiten. Diverse Vorschriften und Vorschläge bestehen, um solche Übertragungswege zu unterbinden. Putzlösung und Schmutzwasser sollen in getrennten Eimern aufgefangen werden. Dabei ist die Putzlösung regelmäßig zu erneuern und Wischer müssen konsequent desinfiziert werden. Jeder Operationssaal sollte seine Reinigungsgeräte haben. Ausreichendes Personal, gute Materialausstattung und ein angemessener Zeitplan sind jedoch das A und O bei der richtigen Umsetzung.

Putzmittel aus Molke – was hat es damit auf sich?

Reinigungsarbeiten bestehen aus zwei Schritten. Zunächst werden die Räumlichkeiten mit starken Reinigungsmitteln gesäubert. Anschließend kommen Desinfektionsmittel zum Einsatz – meistens an Sanitäranlagen oder an Patiententischen. An nichtdesinfizierten Stellen können sich Erreger trotzdem ausbreiten. Ein von Natur aus antibakteriell wirkendes Reinigungsmittel wäre hier eine zusätzliche Hygieneunterstützung. Diese Wirkung haben beispielsweise Putzmittel auf der Grundlage von Sauermolke.

Wie bekämpfen Molke-Reiniger gefährliche Erreger?    

Ein Anteil 90 Prozent Sauermolke ist die Grundlage hochwertiger Molke-Reinigungsmittel – wie dem „Putzbullen“ der Firma Foerg – mit einem sauren PH-Wert von 3,2 bis 3,5. Milchsäure bekämpft von Natur aus Bakterien und Krankheitserreger. Ohne solche Schutzmaßnahme könnten sich Babys oder Kälber über die Muttermilch mit Krankheiten anstecken. Reinigungsmittel aus Sauermolke haben einen imponierenden Effekt: Je häufiger sie angewendet werden, umso nachhaltiger sinkt die Keimanzahl auf den behandelten Flächen. Außerdem entstehen keine Resistenzen gegen die natürliche Milchsäure. Chemische Reiniger wirken umgekehrt: Je häufiger sie eingesetzt werden, umso immuner werden Bakterien gegen die darin enthaltenen Giftstoffe.

Komplexe Lösungswege sind gefragt

Krankenhauskeime lassen sich nur über komplexe Lösungswege reduzieren. Das „Niederländische Modell“ sollte trotz höherer Kosten in Deutschland übernommen werden und auch das Krankenhauspersonal benötigt angemessene Arbeitsbedingungen für die vorschriftsmäßige Hygiene. Höhere Sorgfalt bei Putzarbeiten und neuartige Reinigungsmittel können ebenfalls ihren Beitrag leisten. Ziel: Das Leben von Patienten im Krankenhaus nachhaltig schützen.

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